Bislang 224 Sommerbabys im St.-Clemens-Hospital Geldern

03. August 2018

Wie man die Kleinsten am besten vor der Hitze schützt.

 

Im Kreißsaal des St.-Clemens-Hospitals Geldern herrscht ein stabiles Sommerhoch. 114 Kinder erblickten hier im Juni das Licht der Welt. Im Juli folgten 110. Und die „heiße Phase“ hält an – drinnen wie draußen. „Unsere Kreißsäle sind klimatisiert. Deshalb ist die Hitze während der Geburt kein Thema“, weiß Katja Wilmsen. Doch spätestens zu Hause müssen Mütter und Kinder Wege finden, um den Temperaturen zu trotzen.

Die leitende Hebamme des Krankenhauses empfiehlt, regelmäßig Stirn und Nacken des Kindes zu fühlen. „Schwitzen die Babys hier, ist es ihnen zu warm“, lautet die einfache Regel der erfahrenen Geburtshelferin. Kinderkrankenschwester Edeltraud Feegers ergänzt: „Das gilt auch dann, wenn sich die Händchen kühl anfühlen.“ Meist hilft es dann, die Kleinen luftig zu kleiden. Windel und leichte Baumwollkleidung, zum Beispiel ein Langarmbody und  ein Mützchen, sind in der Regel ausreichend. Ist das Kind verschwitzt, sollte es abgetrocknet werden. „Sonst können sich die Babys bei Wind schnell einen leichten Pieps holen“, erklärt Katja Wilmsen mit einem Augenzwinkern.

Für Mütter wie Kinder gilt: Viel trinken. Doch was ist, wenn die Babys nicht so richtig wollen. „Dann sollten sie spätestens nach vier Stunden geweckt werden“, empfiehlt Edeltraud Feegers. Die meisten Kinder melden sich allerdings in deutlich kürzeren Abständen, weil sie Durst haben. Bei gestillten Babys reicht Muttermilch aus. Das Zufüttern von Tee oder Wasser ist nicht notwendig. Auch für den Aufenthalt im Freien hat sie einen Rat in petto. „Die Kleinen vertragen keine direkte Sonne. Wenn es abkühlt, ist unter Beobachtung ein Aufenthalt im Schatten möglich. Doch selbst dann muss ihre empfindliche Haut mit geeignetem Sonnenschutz eingecremt werden.“ Für Spaziergänge seien die Abendstunden am besten. Ein weiterer Tipp: Gegen Insekten schützen Netze über dem Kinderwagen oder Babybett.

Bleibt das Thema Auto und Baby. Hier werden beide resolut: „Kinder dürfen nie im Auto zurückgelassen werden, auch dann nicht, wenn die Mutter nur kurz eine Besorgung machen möchte. Gerade bei  dem derzeitigen Wetter heizt sich ein Auto sehr schnell auf, sodass die Situation für das Kind schnell lebensbedrohlich werden kann.“ Ansonsten gilt: Wenn möglich, Fahrten bei Hitze meiden. Wer sich dennoch auf den Weg machen muss, sollte vorher die Temperatur im Wagen senken - zum Beispiel, indem kurz die Klimaanlage eingeschaltet wird. Wer das Baby dann noch während der Fahrt vor Zugluft schützt und die Scheibe abdunkelt, macht alles richtig.

Mit ein bisschen Aufmerksamkeit kommen die Babys und ihre Mütter so gut durch den Sommer. Und was macht das Sommerhoch im Kreißsaal. „Es hält an“, freut sich Katja Wilmsen. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie in den ersten Stunden des August schon sechs neue Erdenbürger begrüßt.

In der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des St.-Clemens-Hospitals Geldern kommen pro Jahr mehr als 1.000 Kinder zur Welt. Dafür, dass Gebärende rund um die Uhr liebevoll und kompetent betreut werden, sorgt ein 18-köpfiges Hebammen-Team. Auch ein Gynäkologe und ein Kinderarzt sind jederzeit vor Ort. Mit vier Kreißsälen, einem angrenzenden Kaiserschnitt-OP und einer neonatologischen Intensivstation für Früh- und kranke Neugeborene bietet das Krankenhaus beste Voraussetzungen für einen sicheren Start ins Leben.

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