Teddys für die Kinderklinik

28. Juni 2018  

Teddies for Tragedy - oder frei übersetzt: Teddys gegen Traurigkeit. Diese ursprünglich kanadische Idee brachte das Ehepaar Renate und Manfred Radermacher jetzt nach Deutschland, genauer in das St.-Clemens-Hospital Geldern. „Wir haben lange Jahre in Amerika gelebt und dort von der Aktion erfahren. Schon damals habe ich Kuschelbären für eine kanadische Organisation gehäkelt, die Kindern in Krisengebieten helfen. Ab 2010 gingen meine Teddys an die Kinderstation eines Krankenhauses in Florida“, erinnert sich die 78-jährige Issumerin.

Zwei bis fünf Tage braucht sie, um einen Teddy herzustellen. Jeder ist ein Unikat – mal mit wachem Blick, mal schlafend, mal mit neongrüner Hose oder Irokesenschnitt. Auch ihr Ehemann ist eingebunden. „Ich zupfe das Füllmaterial“, sagt er augenzwinkernd.

15 Teddys übergaben die beiden nun an Dr. med. Karsten Thiel. Der Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche im Gelderner Krankenhaus hat schon klare Vorstellungen, wie die Wollkumpels zum Einsatz kommen. „Wir behandeln immer wieder bedürftige Kinder, die sich sehr über ein Kuscheltier freuen. Hinzu kommen chronisch kranke Patienten oder Kinder, die im Krankenhaus ihren Geburtstag feiern.“

Für Nachschub ist schon gesorgt. Renate Radermacher hat weitere Bärchen in Arbeit. Wer sie unterstützen möchte, kann entweder selbst in die Teddy-Produktion einsteigen oder Material spenden. „Ich freue mich über Wollspenden in hellen, fröhlichen Farben. Aus hygienischen Gründen ist Synthetikgarn am besten geeignet. Auch Füllmaterial nehme ich gerne an.“ Interessenten können sich per E-Mail an sie wenden unter mr-radermacher@freenet.de.

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