Zentrum für altersgerechte Chirurgie
Abhängig vom Alter verändern sich die Bedingungen für einen operativen Eingriff. So reagiert der kindliche Organismus anders auf Medikamente als der eines erwachsenen Menschen, die Wundheilung verzögert sich mit zunehmendem Alter, Begleiterkrankungen nehmen zu. In der altersgerechten Chirurgie finden all diese Faktoren Berücksichtigung. Hinzu kommen - je nach Lebenssituation - begleitende Hilfen wie Physio- und Ergotherapie oder die Unterstützung durch den Sozialdienst.
Leistungen
Klinik für Kinder und Jugendliche
Kranke Kinder und Jugendliche stellen besondere Anforderungen an Medizin und Pflege. Ihr Organismus ist noch nicht ausgereift, was beispielsweise Einfluss auf die Wahl und Dosierung der Medikamente hat. Für ihre Heilung benötigen sie ein Umfeld, in dem sie sich geborgen fühlen. Deshalb erfolgt die Betreuung rund um die Operation auf der Kinderstation. In unserem Haus führen wir kindgerechte Chirurgie durch. Für spezielle Fragestellungen kooperieren wir mit kinderchirurgischen Fachabteilungen im Umfeld.
Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin
Bei älteren Patientinnen und Patienten kann die Operation eine vorübergehende Verwirrtheit, ein sogenanntes Delir, zur Folge haben. Das Risiko lässt sich nicht komplett ausschließen, kann aber durch die Wahl des Narkoseverfahrens positiv beeinflusst werden.
Klinik für Altersmedizin und Frührehabilitation
Ältere Patientinnen und Patienten leiden häufig unter mehreren Erkrankungen gleichzeitig. Das birgt ein erhöhtes Operationsrisiko. Um die Gefahr von Komplikationen so weit wie möglich zu reduzieren, werden die Geriaterinnen und Geriater bereits vor der Operation in die Behandlung eingebunden.
Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Erster Ansprechpartner für die Patientinnen und Patienten ist immer eine Fachärztin oder ein Facharzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Er plant die Behandlung und zieht bei Bedarf weitere Spezialistinnen und Spezialisten hinzu. Bei der Operation kommen möglichst schonende Techniken zum Einsatz. So wird die überwiegende Zahl der Eingriffe minimalinvasiv, also mit nur wenigen, sehr kleinen Schnitten, durchgeführt.
Kontakt & Termine
Zentrum für altersgerechte Chirurgie (ZAC)
St. Clemens-Hospital
Clemensstraße 6
47608 Geldern
Telefonische Terminvergabe:
Irmgard Roggenbuck
02831 390-2041
Team

Dr. med. Susanne Born
Ärztliche Direktorin, Chefärztin, Fachärztin für Chirurgie, Viszeralchirurgie, Spezielle Viszeralchirurgie
Dr. med. Frank Kuczera
Chefarzt, Facharzt für Innere Medizin, Klinische Geriatrie, Physikalische Therapie und Palliativmedizin
Dr. med. Karsten Thiel
Chefarzt, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Neonatologe, Kindergastroenterologe
Vera Möller
Pflegeüberleitung / Familiale PflegeWeitere Informationen
Pflegeüberleitung/Pflegeberatung
Häufig entscheiden sich Patienten aus nicht-medizinischen Gründen gegen eine notwendige Operation, z. B. weil der pflegebedürftige Partner unversorgt zu Hause zurückgelassen wird oder die häusliche Betreuung im Anschluss ungeklärt ist. Bei diesen Problemen helfen die Mitarbeiterinnen der Pflegeüberleitung/Pflegeberatung, eine tragfähige Lösung zu finden. Sie beraten zu Fragen der häuslichen Versorgung, zur Kurzzeitpflege oder zu anderen Pflegemöglichkeiten.

Sozialdienst
Häufig haben Patienten nach größeren Operationen noch Bedarf an weiteren Rehabilitationsmaßnahmen. Hier helfen die Mitarbeiterinnen des Sozialdienstes, die auch für die weitere Sozialberatung ansprechbar sind.

Ernährungsberatung
Gerade bei Patienten, die wegen einer Erkrankung im Verdauungssystem operiert werden müssen, stellt sich oft die Frage, ob eine Ernährungsumstellung notwendig oder der Genesung förderlich ist. Antworten geben dann die Ernährungsberater im St.-Clemens-Hospital. Die Beratung kann bis zu acht Tage nach dem stationären Aufenthalt im St.-Clemens-Hospital erfolgen. Angehörige werden gerne in das Gespräch eingebunden.

Physikalische Therapie/Ergotherapie
Das Team der Physikalischen Therapie bringt die Patienten nach der Operation schnell wieder auf die Beine. Dabei steht im Vordergrund, mit gezielter Krankengymnastik die Beweglichkeit wiederzuerlangen, die für den Alltag notwendig ist.
Ziel der Ergotherapie ist es, insbesondere älteren Patienten frühestmöglich wieder zur Selbstständigkeit zu verhelfen. Therapeutische Maßnahmen wie Mobilisation, Gangschule oder Wahrnehmungsübungen dienen dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

