Chronischer Kopfschmerz

Dr. med. Peter Asmus setzt Botulinum-Toxin bei der Behandlung einiger Formen von chronischem Kopfschmerz ein.

29. Januar 2018

Der Kopfschmerz hat viele Gesichter. Mal hämmert er, mal erscheint er als Druck im Kopf. Manche Patienten fühlen einen stechenden Schmerz, anderen platzt der Schädel. Doch wie immer der Kopfschmerz auch in Erscheinung tritt: Für die Betroffenen geht er mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einher. Vor allem dann, wenn das Leiden immer wiederkehrt.

„Der chronische Kopfschmerz ist der häufigste Grund, warum Patienten einen Neurologen konsultieren“, erklärt Dr. med. Peter Asmus. Zum Glück sind die Ursachen medizinisch oft harmlos. Nur selten werden lebensbedrohliche Auslöser wie Tumore, Entzündungen oder Nervenerkrankungen diagnostiziert. „Dennoch muss jeder chronische Kopfschmerz abgeklärt werden, um die bestmögliche Therapie und damit eine spürbare Besserung für den Patienten zu erreichen“, betont der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie im MVZ Gelderland. Im Idealfall übernimmt der Hausarzt die Erstdiagnostik. Bei Bedarf erfolgt anschließend die Überweisung zu den Spezialisten im MVZ.

Dr. med. Peter Asmus und seine Kollegen finden vor allem drei Auslöser für das Problem: Verspannungen, Neuralgien oder vaskuläre Regulationsstörungen. Letzterer ist die Ursache für Migräne und Cluster-Kopfschmerzen. „Unser Gehirn reagiert höchst sensibel auf ein Ungleichgewicht in der Durchblutung. Jedes zu viel oder zu wenig kann zu starken Beschwerden führen“, fasst Asmus das Problem zusammen. „Dann müssen wir ausprobieren, auf welche Therapie die Patienten am besten ansprechen. Das kann bei jedem Einzelnen unterschiedlich sein.“ Doch es gibt auch Fälle, in denen Medikamente nicht helfen. „Wir sprechen dann von einer ausgeprägten Migräne. Die Betroffenen leiden an 14 oder mehr Tagen eines Quartals unter starken Kopfschmerzen.“

Hier kann eine Botulinus-Toxin-Therapie hilfreich sein. Etwa einmal pro Quartal wird mit dem Nervengift die Muskulatur im Gesicht und Nackenbereich behandelt. „Wir erleben dann häufig eine enorme Verbesserung der Lebensqualität. Die Häufigkeit und Intensität der Kopfschmerzen nimmt dramatisch ab.“

Allerdings ist die Botulinus-Toxin-Therapie nur für bestimmte Migräne-Patienten zugelassen. Rund 40 sind es, die Dr. med. Peter Asmus und seine Kollegen so behandeln. Doch auch bei anderen Formen des chronischen Kopfschmerzes gibt es heute gute Lösungen. „Wichtig ist, dass jeder Patient die Therapie erhält, die ihm am besten hilft. Wir stimmen jeden Schritt individuell ab auf die jeweiligen Ursachen und die Ausprägung der Erkrankung.“

Das MVZ Gelderland bietet eine umfassende ambulante Versorgung in den Fachbereichen Neurologie, Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie sowie Radiologie. Träger der Praxis ist die cusanus trägergesellschaft trier mbh, die auch das St.-Clemens-Hospital und die Gelderland-Klinik betreibt. Die unmittelbare Nähe der Einrichtungen zueinander ermöglicht die enge Kooperation von Fachärzten mit verschiedenen Schwerpunkten und eine bestmögliche Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung.

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